News | Wir nehmen Abschied
06.06.2018 / 18:30 "Backkurs: Brot und Gebäck für Ihre Grill-oder Sommerparty"
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Nachruf Christa Allmer

(verfasst von Willi Allmer)

Christa Allmer wurde am 25.11.1951 als einziges Kind Ihre Eltern Margarethe und Alfred Wehsely in Neunkirchen /NÖ geboren. Berufsbedingt kam sie mit Ihrer Familie  mit 3 Jahren nach Graz und wohnte in der Altstadt, ihr Vater war Musiker in der damaligen Herzl-Weinstube. Mit sechs Jahren bezogen sie eine Wohnung in der Körösistraße. Nach der Volksschule am Hasnerplatz besuchte Christa das neu erbaute Carneri-Gymnasium und schloss es mit der Reifeprüfung ab. Die Freizeit verbrachte sie gerne mit Ihrer Mutter im Schrebergarten an der Mur. Klavierunterricht hatte sie auch, aber darin nicht die Leidenschaft wie Ihr Vater gefunden, wohl aber die Liebe für die Gartenarbeit. Bereits bei Klassenparties hat sie Ihr Geschick  zur Zubereitung von Brötchen unter Beweis gestellt, war aber selbst nie eine Freundin der wilden 68-iger Partyzeit. Mit 16 Jahren lernte sie in der Tanzschule Ihre Freundin Valerie kennen.

1970 sollte ein besonderes Jahr werden: unnmittelbar nach der Maturareise auf einem Segelschiff an der dalmatinischen Küste bekam Christa eine Stelle in der Steiermärkischen Sparkasse. Eine Einladung von Valerie zu einer Maturafeier bei Ihrem Jugendfreund Willi hat Ihr Leben verändert. Amor hat seinen Pfeil abgeschossen, und zu Weihnachten wurde Verlobung gefeiert, die Hochzeit im Mai 1973 hat das Glück endgültig besiegelt. 1974 kam Sohn Wolfgang zur Welt, das Paar wohnte 4 Jahre in einer Neubauwohnung in der Stadt. Bereits 1977 wurde mit dem Bau eines neuen Hauses auf dem elterlichen Anwesen von Willi begonnen und dieses zu Weihnachten 1978 bezogen, im November 1979, einen Tag nach Ihrem 28. Geburtstag erblickte Tochter Heidi das Licht der Welt. Sie hat dann Ihre Arbeit in der Sparkasse beendet und konnte sie sich ganz Ihrer Familie widmen. Sie war noch viele Jahre bereit, an den Weltspartagen auszuhelfen. Sehr geschätzt war auch Ihre Bereitschaft als Familientaxi für die Kinder und die Familie tätig zu sein. Christa hat einige Jahre im Chor in Kalkleiten  gesungen,  hat ausgezeichnet gekocht und gebacken, und hatte ein Talent für Handarbeiten wie Kreuzstickerei und ähnliches.

Mit Begeisterung und Tatkraft legte sie gemeinsam mit Willi einen großen Hausgarten an, und hatte seit dieser Zeit immer einen Hund als Begleiter. Es folgte die Mithilfe in der Obstplantage, sowie verschiedene freiberufliche Tätigkeiten, unter anderem als Tupper-Beraterin, auch einige Jahre als Aushilfsfahrerin bei einem befreundeten Taxiunternehmer, später die Mithilfe im Anhängervertrieb.

Reisen führten sie nach Tunesien, in die Türkei, sowie mehrmals nach Mallorca und zu Ihrem Onkel nach England, geliebt hat aber auch die heimische Bergwelt. Urlaube verbrachte sie mit der Familie gerne an der dalmatinischen und istrischen Küste, der letzte war im Vorjahr an Ihrem Lieblingsstrand in Funtana.

Christa liebte es auch sehr an Klassentreffen oder Sparkassentreffen teilzunehmen, bei Geselligkeiten im Kreise von Familie, Freunden und Nachbarn stellte sie immer wieder Ihr Geschick im Zubereiten von Brötchen und Kuchen unter Beweis.

Mit großer Freude erlebte Christa die Hochzeit von Wolfgang mit Dani im Juli 2001, sowie die Geburt Ihrer Enkelkinder Steffi am 1. Jänner 2002 und Gigi am 25.Oktober 2003, ein weiterer familiärer Höhepunkt war die Hochzeit von Tochter Heidi mit Stefan im Mai 2015.

Die eigene Silberhochzeit feierte sie mit Willi im großen Kreis mit Familie und Freunden im Mai 1998, die bevorstehende Feier zum 45-jährigen Hochzeitsjubiläum war ihr leider nicht mehr vergönnt.

Christa war auch gerne für die Gemeinschaft tätig: Mitglied in diversen Elternvereinen, Pfarrblatt-Austrägerin, Wahl-Beisitzerin, viele Jahre Mitarbeit beim Wir-Andritzer Flohmarktfest, viele kannten sie auch vom Kaffee- und Kuchenstand beim Sonnwendfeuer. Sie hat auch mit großer Aufopferung für die Pflege von Angehörigen mitgewirkt, im Jahr 2000  von Willis Tante, später  2 Jahre von Ihrer Mutter und zuletzt 2015 bis 2016 von Ihrer Schwiegermutter. 

Die Gesunden-Untersuchungen im letzten Sommer sollten grünes Licht für eine unbeschwerte Zeit bringen, doch das Schicksal wollte es anders. Starke Schmerzen in der Wirbelsäule im Herbst führten dann zu einer  MR-Untersuchung im Dezember, am 2. Jänner kam die Diagnose: Krebs. Sie hat es mit Fassung und Kampfgeist angenommen. Es folgte ein mehrwöchiger stationärer Aufenthalt in der Onkolgie. Die Information, dass sie im Oktober wieder Oma wird, hat Ihren Kanpfgeist weiter motiviert. Aber ein starker Rückschlag hat ihr Schicksal besiegelt, (ein neuerlicher Aufenthalt in der Onkologie) und nach einer rapiden Ausbreitung der Erkrankung folgte schließlich die Erlösung am Morgen des 24. April.

Ich danke dem Team der Onkolgie am LKH Graz, und ganz besonders Pater Leo für die spirituelle Begleitung in dieser schweren Zeit.

Liebe Christa, danke für Deine Zeit mit uns.

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